Möglichkeiten zur Vorbeugung vor Hufrehe
Mit der richtigen Prophylaxe kann Hufrehe vermieden werden
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Möglichkeiten zur Vorbeugung vor Hufrehe

Selbst wenn ein Pferd aus möglicherweise genetischer Veranlagung oder aber einer schlecht arbeitenden Leber nach einer Vergiftung und anderen Gründen zu Hufrehe neigt, gibt es einige Dinge, die sich sehr gut zur Vorbeugung eignen. Dazu gehören Stressvermeidung, viel Heu, und zwar auch im Sommer, regelmäßige Bewegung, Bierhefe, Mangan sowie Omega-3-Fettsäuren.

Mit der richtigen Prophylaxe kann Hufrehe vermieden werden

Pferde, die zu Hufrehe neigen, tun das aus den unterschiedlichsten Gründen. Genetische Gründe werden unter den Forschern, die sich mit diesem Thema intensiv befassen, auch diskutiert, sind aber bisher nicht abschließend bewiesen.

Bei den Krankheiten gehören das equine Cushing Syndrom, das equine metabolische Syndrom sowie die equine Polysaccharid-Speicher-Myopathie (EPSSM) dazu. Davon ist nur im Falle des equinen Cushing Syndroms eine ergänzende Behandlung mit entsprechenden Medikamenten (z. B. Pergolide) oder homöopathischen Mitteln (z. B. Mönchspfeffer) sowie bei der EPSSM eine besonders kohlenhydratarme und statt dessen fettreiche Fütterung erforderlich.

Allerdings profitieren auch diese beiden Erkrankungen von den folgenden prophylaktischen Maßnahmen. Das equine metabolische Syndrom lässt sich mit Medikamenten ohnehin nicht behandeln. Auch wenn Heu getrocknetes Gras ist, besteht doch ein großer Unterschied für ein Rehepferd darin, ob es das eine oder andere frisst.

Es ist auch ein Unterschied, ob ein Rehepferd Heu oder Heulage bekommt. Von Heulage ist abzuraten, denn die meisten Rehepferde vertragen sie nicht. Junges Gras enthält noch sehr viel Zucker, der enzymatisch über den Dünndarm verstoffwechselt wird. Heu hingegen besteht überwiegend aus Zellulose, woraus im Dickdarm des Pferdes die Darmbakterien freie Fettsäuren machen, und diese freien Fettsäuren verdaut dann das Pferd, und zwar auf einem anderen insulinunabhängigen Stoffwechselweg, der Beta-Oxidation der Fettsäuren.

Ein wenig Weidegang brauchen aufgrund vieler wichtiger Vitamine im Gras auch Rehepferde, aber der sollte vorsichtig reduziert erfolgen. Ein Pferd, das zu Hufrehe neigt, braucht das ganze Jahr über einwandfreies Heu. Sehr wichtig ist regelmäßiges Training, denn durch die Bewegung kann das körpereigene Heparin schnell durch die Adern fließen und genügend von dem Enzym Lipoproteinlipase freisetzen, das gemeinsam mit Insulin arbeitet.

Das beugt der Insulinresistenz vor. Entzündungshemmend wirken Omega-3-Fettsäuren im Futter, die in Leinsamen, Schwarzkümmelsamen, Hanfnüssen. Bockshornkleesamen oder kalt gepresstem Rapsöl enthalten sind.

Mangan als Chelat-Verbindung im Pferdefutter ist wichtig für den Aufbau der Proteoglykane, aus denen das für die Hufreheprophylaxe so wichtige Heparin gebildet wird. Bierhefe enthält alle B-Vitamine, von denen das Vitamin B1 besonders vor einer Anhäufung von Laktat schützt.

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Julia Berglar

Gruppe:
ReitenOnline
Verfasser:
Julia Berglar
Datum:
26.08.2015