Pferdezucht und Pferdehaltung
Die Haltung der Zuchttiere ist nicht minder wichtig wie die Auswahl.
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Pferdezucht und Pferdehaltung

Pferdezucht gilt als geplante und gezielte Vermehrung mit dem Ziel, gesunde und leistungsbereite Pferde zu erhalten, die dem jeweiligen Rassetyp entsprechen. Die Haltung sollte den Bedürfnissen des Pferdes Rechnung tragen, um die optimalen Voraussetzungen für die Entwicklung des Pferdes zu ermöglichen.

Die Haltung der Zuchttiere ist nicht minder wichtig wie die Auswahl.

Pferdezucht als Auswahl und Voraussetzung, Haltung als maßgeblicher Bestandteil zur Formung des Charakters Auswahlkriterien für die Eignung der Elterntiere zur Pferdezucht sind neben der Abstammung vor allem Gebäude (Exterieur) und Charakter (Interieur), aber auch die eigene Leistung, die Gesundheit und die Leistung der bereits vorhandenen Nachkommen.

Die Geschichte der Pferdezucht reicht weit zurück. Bereits vor über 4.000 Jahren begann sie nahezu zeitgleich in Europa, Asien und Nordafrika. Die gezielte Pferdezucht erhöhte die Beweglichkeit der Völker und führte auch zu einer Vermischung der damals vorhandenen Rassen, da die Menschen aus allen Rassen die Tiere für die Pferdezucht auswählten, die ihren Anforderungen am besten entsprachen.

Den genauen Zeitpunkt kann man nicht festlegen, da aus dieser Anfangszeit keine Aufzeichnungen existieren und die domestizierten Pferde kaum von den echten Wildpferden unterschieden werden konnten. So ist man für den Nachweis einer geplanten Pferdezucht auf die Funde von Gebrauchsgegenständen wie Sättel und Trensen angewiesen. War anfangs nur der Transport von Gütern das Ziel der Pferdezucht, kam schnell die Nutzung als Reittier und Arbeitstier bei der Feldarbeit dazu. Heute haben hunderte von Pferderassen mit dem Menschen nahezu alle Gebiete der Erde erobert. Die Haltung der Zuchttiere ist nicht minder wichtig wie die Auswahl.

Artgerecht gehalten, kann sich der gewünschte Charakter voll entfalten und die rassetypischen Besonderheiten zur Geltung bringen. Zu einer artgerechten Haltung gehören neben der freien Bewegung im Herdenverband auch eine möglichst über den ganzen Tag verteilte Futteraufnahme, um die Verdauung nicht zu überfordern. Im Herdenverband lernen die Pferde, sich in Strukturen einzufügen und sich unterzuordnen.

Sie erfahren aber auch die Geborgenheit in der Gruppe, finden Spielpartner und Partner für die Fellpflege. Dies stärkt Selbstbewusstsein und Verträglichkeit und erleichtert später die Ausbildung und die Arbeit mit dem Pferd. Die Pferde danken es mit einem langen, gesunden Leben im Dienste und in der Obhut des Menschen.

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Julia Berglar

Gruppe:
ReitenOnline
Verfasser:
Julia Berglar
Datum:
25.08.2015